Kapitel 22 Die Lavaebene

Das Blut, das Schwert, die Liebe

Kapitel 22

 

Die Lavaebene

»Eine Karte von der Lavaebene zu zeichnen wird interessanter werden als von dieser trostlosen Einöde.«

​(Burh´an, Kartenmaler)

 

Die untote Armee

​Die Sonne war untergegangen, und ein kühler Wind zog von den Bergen her über die Wüste. Iiseels kleine Armee hatte sich vor dem Turm versammelt.

​Se´lira wies auf die seltsam aussehenden Wesen, die zur Armee gehörten. »Ta´elga, was sind das für scheußliche Gestalten?«, flüsterte sie entsetzt.

​Die Elfen, Cwoks und Menschen, die dort standen, hatten alle ausnahmslos eine fahle Hautfarbe. Völlig teilnahmslos, mit leerem Blick, warteten sie dort.

​»Das sind Untote.«

​»Ich habe im Tempel der Schriften davon gelesen. Ich habe mir aber nicht vorstellen können, wie schrecklich sie in Wirklichkeit aussehen. Diese Wesen tun mir leid.«

​Rresyna hatte die Unterhaltung der beiden Waldelfenfrauen gehört. »Sie müssen dir nicht leidtun. Viele dieser Wesen haben sich freiwillig entschlossen, nach ihrem Tod den Herrschern weiter zu dienen. Einige von ihnen haben ihre gerechte Strafe erhalten, weil sie den Magistrat verraten haben.«

​»In der Festung Acceras habe ich an ihnen meine Kampfkünste und meine Magie trainiert«, erklärte Ta´elga betrübt.

​»Können sie sich an ihr früheres Leben erinnern?«

​»Es gibt Geschichten darüber, dass sie immer noch einige Erinnerungen in sich tragen. Sie haben aber keinen freien Willen mehr. Sie werden von Offizieren geleitet, die einen speziellen Zauber beherrschen.«

​Se´lira hatte Tränen in den Augen. »Welch ein trauriges Schicksal.«

​»Ihr solltet nicht über uns urteilen. Im Magistrat leben weniger Wesen als in den westlichen Königreichen. Ohne diese untoten Kämpfer wäre der Krieg für uns längst verloren.«

​»Wir sind bereit, Erhabene. Wir können die Ebene nur zu Fuß durchqueren. Unsere Reittiere und der übrige Proviant werden nach Edderas gebracht«, meldete Iiseel der Protektorin.

​»Nein. Wir lassen alles in Jygtur«, bestimmt Eefral. Sie wandte sich an die alte Turmmeisterin. »Ihr könnt alles behalten, was wir für unseren Marsch nicht mehr benötigen.«

​»Das ist sehr großzügig, Erhabene«, bedankte sich Ceelyn.

​»Das ist aber nicht üblich, Erhabene«, gab die Oberbefehlshaberin zu bedenken.

​»Dennoch wird es so geschehen.«

​»Wie du befiehlst.« Iiseel verbeugte sich knapp und gab ihren Offizieren die entsprechenden Anweisungen.

Der schmale Pfad

​Nach einem kurzen Marsch stand die kleine Armee am Rand der Lavaebene. See an See reihte sich aneinander. Deren flüssige Glut erhellte die Nacht, und dichte Rauchschwaden stiegen aus ihnen empor. In der Luft hing ein beißender Geruch. Die Hitze, die von den Lavaseen aufstieg, war fast unerträglich. Ein schmaler Pfad schlängelte sich zwischen den Lavaseen und den mittelgroßen, schwarzen Felsen hindurch.

​»Ab hier können wir nur hintereinander marschieren. Der Rauch wird das Atmen schwer machen. Ihr solltet Mund und Nase bedecken«, erklärte Iiseel.

​»Die Durchquerung der Lavaebene wird wahrlich kein Spaziergang. Dort draußen warten die Feuerechsen auf uns«, fügte Aaghyl hinzu. Er wandte sich an die Jägerin. »Rresyna, du hast Erfahrung mit ihnen. Willst du uns erklären, was uns erwartet?«

​»Ja. Hört mir genau zu. Die Feuerechsen sind sehr groß. Sie leben unter den Lavaseen, in großen Höhlen. Sie können sogar einige Zeit in der Lava überleben. Sie überragen uns gut um das Dreifache. Ihre schwarze Haut ist für unsere Waffen undurchdringlich. Auch unsere Magie versagt bei ihnen. Sie laufen auf starken Hinterläufen und haben einen langen, kräftigen Schwanz. Sie können weit springen. Das riesige Maul ist in der Lage, einen von uns in Gänze zu verschlingen.«

​»Das hört sich sehr entmutigend an«, unterbrach By´wala.

​»Ja, aber sie sind nicht unbesiegbar. Sie können besiegt werden, wenn ein Schwert oder ein Pfeil durch ihre Augen dringt. Auch ein Pfeil durch das geöffnete Maul tötet sie. Sie verstecken sich gerne hinter den schwarzen Felsen und warten auf ihre Beute. Wir müssen also die Felsen gut im Auge behalten.«

​»Ich schlage vor, dass die Untoten aufgeteilt werden und die Spitze und das Ende bilden«, begann die Oberbefehlshaberin. »Aaghyl, Sinan Eldar, die Protektorin und ich gehen direkt hinter den Untoten an der Spitze«, fuhr sie fort. »Dann folgen die Soldaten und dahinter dann Taelga mit ihren Begleitern, Aasaly und Rresyna. Abschließend vor den Untoten am Ende, wieder Soldaten«, beendete Iiseel ihren Vorschlag. Sie sah Eefral an. »Bist du einverstanden, Erhabene?«

​»Ja, natürlich Iiseel. Du bist in solchen Dingen die Erfahrene.«

​»Warum muss ich bei den Waldelfen bleiben?«, fragte Rresyna entrüstet.

​»Weil du und die zwei Waldelfenkrieger unsere Bogenschützen sind. Mit euren Pfeilen könnt ihr die Spitze und das Ende unserer Marschgruppe abdecken. Gleichzeitig können euch die übrigen Waldelfen schützen«, erklärte Iiseel.

​»Ja, das leuchtet mir ein«, bestätigte die Jägerin.

​»Gut. Haltet eure Waffen bereit. Wir gehen los«, befahl die Oberbefehlshaberin.

​Der schmale Pfad war nicht eben und von Teerbrocken übersät. Sie kamen nur langsam voran. Der dichte Rauch erschwerte die Sicht und machte das Atmen schwer.

​Se´liras Stimme klang dumpf unter dem Tuch, das ihren Mund und ihre Nase bedeckte. »Das ist das Schlimmste, was ich bisher erlebt habe.« Sie hustete. »Der Rauch, die Hitze und die ständige Gefahr durch die Feuerechsen. Ich wünschte, ich wäre nicht hier.«

​»Du kannst gerne in deine geliebte Union zurückkehren. Ich kann dich auch hier und jetzt mit meinem Pfeil von deinem Leid erlösen.« Rresyna griff zu ihrem Bogen.

​In einer blitzschnellen Bewegung hatte Ta´elga die Jägerin am Hals gepackt und drückte sie gegen einen Felsen. »Genug, Steinelfe, genug.« Die ehemalige Sanguenritterin verspürte die Gier nach Tod und Blut. »Wenn du einem meiner Gefährten auch nur ein Haar krümmst oder sie nur schief ansiehst, werde ich dich ohne zu zögern töten. Hast du das verstanden?«

​Mit schreckgeweiteten Augen sah die Jägerin die Sanguenritterin an. »Ja, habe ich«, röchelte sie.

​Ta´elga ließ Rresyna los. Diese massierte ihren Hals und blickte die Waldelfenfrau an. »Vergib mir, Erhabene. Es war nicht ernstgemeint.«

​»Schon gut, aber meine Worte waren es sehr wohl.«

​Während sie weitergingen, flüsterte By´wala der Jägerin zu: »Du solltest die Botschafterin nicht reizen. Sie spürt immer noch die Konditionierung durch die Herrscher. Du weißt, was das bedeutet.«

​Rresyna nickte, während sie sich immer noch ihren Hals massierte.

Der Angriff aus der Glut

​Die kleine Armee erreichte einen großen Lavasee. Der Weg führte dicht am Ufer vorbei. Auf der Oberfläche der flüssigen Glut schwammen Blasen, die, wenn sie platzten, einen üblen Geruch verbreiteten. Während schon die Hitze auf dem zurückgelegten Weg fast unerträglich gewesen war, nahm sie hier nochmals zu.

​Die Krieger hatten den See fast zur Hälfte umrundet, als ein fürchterliches Gebrüll zu hören war. Die zahlreichen Felsen, die den See umrahmten, warfen den Lärm als Echo zurück. Es war dadurch unmöglich, eine bestimmte Richtung auszumachen, aus der das Gebrüll herkam.

​»Feuerechsen!«, schrie Rresyna warnend.

​Die drei Sanguenritter an der Spitze zogen ihre Elementumschwerter und erwarteten den Angriff der Feuerechsen. Die anderen Kämpfer und die Untoten griffen zu ihren Waffen.

​Eine riesige Echse kam um einen Felsen herum und griff die Untoten an der Spitze an. Mit ihrem weit geöffneten Maul stieß sie immer wieder auf sie herab und verschlang sie augenblicklich. Aaghyl, Iiseel und Sinan Eldar aktivierten ihren Schutzzauber. Mit ihren Elementumschwertern attackierten sie das wütende Tier, erzielten aber keine Wirkung. Die Feuerechse drehte sich herum. Mit ihrem Schwanz fegte sie einige Untote und Soldaten in den kochenden Lavasee. Mit einer Verpuffung vergingen sie in der flüssigen Glut.

​Rresyna zielte auf das Tier. »Auf die Augen, immer auf die Augen«, rief sie Dar´al und Burh´an zu.

​Pfeil auf Pfeil schossen sie auf die Echse. Das Tier bewegte sich schnell. Kein Pfeil traf das tödliche Ziel.

​Eefral hatte sich dem schwarzen Monster mit ihrem Schwert genähert. Doch immer, wenn sie zuschlagen wollte, wich die Echse zurück.

​»Treibe sie dort auf den Felsen zu«, rief Aaghyl seiner Tochter zu, der das seltsame Verhalten der Feuerechse bemerkt hatte.

​Er rannte um den bezeichneten Felsen herum und kletterte auf seine Spitze. Eefral trieb das Tier immer näher heran. Als der riesige Schädel des Tieres auf seiner Höhe war, setzte er zu einem Sprung an. Gleichzeitig erhob er sein Schwert. Aaghyl landete auf dem Kopf der Echse. Mit einem mächtigen Stoß drang sein Elementumschwert durch das rotglühende Auge. Er spürte einen leichten Widerstand und stieß kräftig nach. Tödlich getroffen brach die Echse zusammen. Im Todeskampf bäumte sich die Feuerechse noch einmal auf und schleuderte Aaghyl an den Rand des Sees. Nur knapp konnte er verhindern, dass er in die Lava stürzte. Der Aufprall des mächtigen Tieres ließ den Boden erzittern.

​Doch den Kämpfern war keine Pause gegönnt. Mit lautem Gebrüll kam eine weitere Feuerechse um einen Felsen herum. Diese griff am Ende der Gruppe an. Aasaly, Rresyna, Dar´al, Burh´an, By´wala, Se´lira und Ta´elga waren ihr am nächsten. Verzweifelt wehrten sich die Untoten und Soldaten. Sie hatten keine Chance. Mit ihrem Maul und ihrem Schwanz warf sie die Krieger in den See. Es schien, dass sie die sieben Elfen für lohnendere Leckerbissen hielt.

​Dar´al stand der angreifenden Echse am nächsten. In schneller Folge schoss er seine Pfeile ab. Wirkungslos prallten sie am Schädel ab. Mit geöffnetem Maul kam sie auf ihn zu. In einer schnellen Bewegung senkte sich der Schlund auf ihn herab. Dann war der Waldelfenmann verschwunden.

​»Dar´al!«, schrie Se´lira verzweifelt auf und rannte auf die Feuerechse zu. Aasaly konnte sie im letzten Augenblick festhalten. »Nicht Se´lira. Es ist zu spät.«

​»Nein, nein, nein. Dar´al« Se´lira ließ sich auf den Boden sinken. Ihr Gesicht war tränenüberströmt. Wut, Verzweiflung und Trauer schüttelten sie durch.

Das weiße Licht

​Während Burh´an und Rresyna weiter auf die Echse schossen, hatte By´wala ihr Schwert erhoben und stürmte auf das Tier zu.

​Die riesige Echse wandte sich gerade in einer schnellen Bewegung Rresyna zu. Ihr Maul was weit geöffnet, um die Steinelfenfrau zu verschlingen. Die Jägerin schoss Pfeil auf Pfeil ab, doch alle verfehlten ihr Ziel.

​»Nein, nicht By´wala!«, rief die Sanguenritterin ihr hinterher. Doch die Ordonnanzoffizierin schien sie nicht zu hören.

​By´wala hatte die Feuerechse erreicht. Das wütende Monster richtete sich auf und ließ sein fürchterliches Gebrüll erschallen. In diesem Moment sprang By´wala in die Höhe, ihr Schwert zum Stoß erhoben.

​Ta´elga konnte kaum glauben, was dann geschah. Sie sah, wie das Schwert der Ordonnanzoffizierin in einem grellen, weißen Licht erstrahlte. Krachend fuhr das Schwert in den Hals der Feuerechse. By´wala hielt sich mit beiden Händen an ihrer Waffe fest. Während sie nach unten sank, hinterließ ihr Schwert eine breite Wunde am Rumpf des Tieres. Als die Waldelfenfrau wieder Boden unter ihren Füßen hatte, war der Leib der Echse weit geöffnet.

​Die sterbende Echse ließ sich auf die Seite fallen. Innereien quollen aus dem toten Körper und Blut ergoss sich über By´wala. Mit einem schnellen Hieb öffnete sie den riesigen Magen der Feuerechse und zog den Waldelfenmann ins Freie.

​Achtlos warf die Ordonnanzoffizierin ihr Schwert zur Seite. Sie legte ihre Hände auf Dar´als Brust und verweilte so. Se´lira sprang auf und rannte zu ihrem Geliebten. »Was ist mit ihm! Ist er tot?«

​Mit geschlossenen Augen kniete By´wala über Dar´al. »Sag schon! Lebt er?«, fragte Se´lira verzweifelt.

​Langsam öffnete die Ordonnanzoffizierin ihre Augen und atmete tief ein. »Ja, er lebt.«

​Erleichtert sank die Assistentin des Buchmeisters neben ihren bewusstlosen Gefährten. »Den Göttinnen sei Dank.«

​Sie reinigte Dar´als Gesicht vom Blut der Echse und übersäte es mit ihren Küssen. By´wala richtete sich auf und sah Ta´elga an. »Ich konnte seine Verletzungen heilen. Er wird noch eine Weile bewusstlos sein.«

​Aus der Ferne war weiteres Gebrüll zu hören. Rresyna hob lauschend ihren Kopf. »Schnell, wir müssen hier weg. Es kommen noch mehr Feuerechsen.«

​»Wir müssen Dar´al tragen«, stellte By´wala fest. Die Elfen nahmen den bewusstlosen Körper auf und stießen zu Aaghyl, Iiseel, Sinan Eldar und Eefral.

​Aaghyl sah Ta´elga an. »Was ist dort hinten passiert?«

​»Keine Ahnung. By´wala hat Dar´al und Rresyna gerettet…«

​»Wir haben keine Zeit. Wir müssen den Kadaver der Feuerechse öffnen.« Rresyna zeigte auf die von Aaghyl erlegte Echse. »Die anderen Feuerechsen werden sich auf ihre toten Artgenossen stürzen. Das wird uns genügend Vorsprung geben.«

​Wortlos nahm Iiseel ihr Elementumschwert und schlitzte das Tier der Länge nach auf. Schnell entfernten sie sich von dem Ort des grausamen Geschehens. Die kleine Armee hatte bei dem Kampf viele der Untoten und Soldaten verloren. Lautes Gebrüll zeugte davon, dass die anderen Feuerechsen ihre toten Artgenossen erreicht hatten.

​Rresyna drehte sich immer wieder um. Doch keine Echse verfolgte die Gruppe. »Wir sind außer Gefahr. Die Feuerechsen kämpfen jetzt um die Kadaver. Das wird sie lange genug aufhalten«, stellte sie erleichtert fest.

Die Rast nach der Schlacht

​Sie marschierten hastig weiter. Am frühen Morgen, die Sonne ging gerade auf, erreichten sie den Rand der Lavaebene.

​Iiseel zeigte auf eine Felsengruppe. »Wir rasten dort.«

​Erschöpft ließen sie sich im Schatten der Felsen nieder. Schweigend nahmen sie etwas von ihrem Proviant ein. Dar´al hatte sein Bewusstsein wiedererlangt. Orientierungslos sah er By´wala an, die neben ihm kniete. »Was ist passiert?«, fragte er schwach.

​»Ruhe dich aus«, antwortete sie lächelnd.

​Se´lira streichelte zärtlich über seine Stirn. »By´wala hat dich gerettet, Liebster.«

​Die Jägerin sah die Ordonnanzoffizierin voller Respekt an. »So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich hätte es nie für möglich gehalten.«

​»Was meinst du?«, fragte Sinan Eldar.

​»Keiner unserer Pfeile hat getroffen. Als Dar´al dann verschluckt wurde, ist die Waldelfenfrau mutig zur Echse gerannt und hat ihr Schwert durch ihren Hals gestoßen. Es war einfach unglaublich und damit hat sie auch mich gerettet«, erzählte die Jägerin bewundernd.

​»Wie ist das möglich? Unsere Schwerter konnten die Haut der lebenden Feuerechse nicht durchdringen. Erst als ich mein Schwert durch ihr Auge getrieben habe, konnte ich sie töten«, erklärte Aaghyl.

​»By´walas Schwert erstrahlte in einem grellen, weißen Licht, bevor sie es in die Echse stieß«, sagte Aasaly zu dem Sanguenritter.

​»Ich habe noch nie davon gehört, dass ein Schwert durch die Haut einer lebenden Feuerechse dringen kann. Das ist erst möglich, wenn die Echse getötet wurde«, sagte Iiseel verwundert.

​Rresyna wandte sich an By´wala. »Wie hast du das gemacht?«

​»Ich weiß es nicht. Meine Gedanken drehten sich nur um eure Rettung. Ich habe nicht mal bemerkt, dass mein Schwert irgendwie leuchtete.«

​»Das alles ist sehr merkwürdig. Als wir von der Feuerechse angegriffen wurden, bemerkte ich, dass immer dann, wenn Eefral sich ihr näherte, die Echse zurückgewichen ist. So konnte sie das Tier zu einem Felsen treiben, auf dem ich darauf gewartet habe, es zu töten«, erzählte Aaghyl.

​»Die Herrscher haben die Protektorin beschützt«, stellte Iiseel fest.

​»Ich bin froh, dass es vorüber ist.« Aasaly lächelte ihre Tochter an. »Und ich bin froh, dass dir nichts passiert ist.«

​Eefral schaute bekümmert in die Runde. »Leider haben wir viele Verluste erlitten. Ich danke den Herrschern dafür, dass der Waldelfenmann und meine Patenmutter überlebt haben.«

​Dank der Heilkünste By´walas hatte Dar´al sich schnell erholt. Er fühlte sich kräftig genug, um den restlichen Weg nach Noslahr zu bewältigen.

​»Wir sollten jetzt aufbrechen. Die Hafenstadt ist nicht mehr weit entfernt«, schlug Aaghyl vor.

 

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